FAQ zur Gasumlage

Wie hoch sind die Gasumlage und die Mehrwertsteuer?

Die Gasumlage beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Eine Beispielrechnung: Bei einem Jahresverbrauch von 16.000 kWh für eine Wohnfläche von 100 Quadratmetern wären das 387 Euro pro Jahr. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer. Diese wird 7 Prozent betragen. Das sind 27,90 Euro. Somit ergibt sich insgesamt eine Erhöhung von 414,90 Euro im genannten Beispiel.

Ab wann wird die Gasumlage erhoben?

Die Umlage gilt ab 1. Oktober 2022.

Wie lange wird die Gasumlage erhoben?

Sie soll eineinhalb Jahre erhoben werden, also bis Ende März 2024.

Wer muss die Gasumlage bezahlen?

Alle Privatkunden und Unternehmen, die Gas verbrauchen, müssen die Umlage zahlen. Mieter, die keine eigenen Gasverträge haben, müssen mit deutlich höheren Nebenkostenabrechnungen rechnen. Es empfiehlt sich daher, Geld zurückzulegen.

Sind auch Fernwärmekunden von dieser Umlage betroffen?

Bisher nicht. Die Bundesregierung prüft diese Frage noch.

Wie wird die Gasumlage gezahlt?

Die Umlage wird auf der Gasrechnung als Aufschlag ausgewiesen. Das wird allerdings nicht zum 1. Oktober erfolgen, sondern erst vier bis acht Wochen später, also auf der November- oder Dezember-Rechnung. Grund: Die Unternehmen müssen bestimmte Ankündigungsfristen einhalten.

Wer wird mit dem Geld aus der Umlage konkret entlastet?

Entlastet werden sollen Energieunternehmen, die derzeit deutlich weniger Gas aus Russland erhalten als vertraglich vereinbart. Weil Russland weniger Gas liefert, müssen diese Unternehmen das Gas zu einem sehr viel höheren Preis anderswo beschaffen, können die Mehrkosten aber in vielen Fällen nicht sofort an ihre Gaskunden weitergeben, weil diese oft Verträge mit Festpreisen und längeren Laufzeiten haben. Bis Ende September müssen die Importeure die Mehrkosten selbst tragen, danach können sie 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage weiterreichen.

Gibt es weitere Preiserhöhungen für Gaskunden?

Das kann Stand jetzt noch niemand sagen. Der Arbeitspreis für Gas ist durch die Krise momentan 3-mal so hoch. Kunden mit einer Preisbindung sind innerhalb der Vertragslaufzeit nicht von Erhöhungen betroffen. Ob die Preise für Gas steigen, fallen oder gleichbleiben, kann noch nicht gesagt werden.

Gibt es Entlastungen für Verbraucher?

Die Bundesregierung plant, vor allem die unteren Einkommensgruppen weiter zu entlasten. Das Wohngeld soll ab 2023 deutlich erhöht werden und für einkommensschwache Haushalte ist ein dauerhafter Heizkostenzuschuss vorgesehen.

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